Kulturfestival 2008 in Dorf im Bohnental am 15. und 16.08.2008

Motto: "Brücken bauen zwischen den Kulturen - Wege zu einer besseren Völkerverständigung"

Pressemeldung ...

Bilder vom Festival ...

Wir sagen Dank:

 

bulletdem Bürgermeister Armin Emanuel und dem Ortsvorsteher Friedhelm Reiter für die Grußworte und für die Unterstützung
 
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Herrn Pfarrer Jörg Heidmann von der Rumänieninitiative Ottweiler (RIO) für den großartigen Redebeitrag

 
bulletunserem „Conferencier“ Guido Geisen, für seine ungezwungene Moderation an den beiden Tagen und für seine eigenen literarischen Beiträge
 
bulletden Kulturgruppen „Bauchtanzgruppe Bohnental“, Russlanddeutsche Musikgruppe“ aus Schmelz und Flamencogruppe „Las Rosas“ aus dem Bohnental für das musikalische und tänzerische Rahmenprogramm am Nachmittag
bulletden Musikgruppen „Die Schoenen“, „Rotwein und Pimpinelle“ und „Michael Riehm und Freunde“ für die erstklassigen Open-Air-Benefizkonzerte
bulletder Zirkusgruppe „Heckmeck“ für die beeindruckende Feuerschau zum Abschluss der Veranstaltung

Weiterhin danken wir

bulletder Vereinsgemeinschaft Dorf im Bohnental für ihr Engagement und für ihre Unterstützung bei der Durchführung des Festes
bulletallen, die durch Kuchen- und Sachspenden einen wesentlichen Beitrag zum finanziellen Erfolg unseres Festes beigetragen haben
bulletHerrn Eugen Dahlem und seinem Team für die Zubereitung des Mittagstisches
bulletallen Sponsoren, die auf unserer Plakatwerbung oder auf sonstige Art finanzielle Unterstützung geleistet haben
bulletallen Helferinnen und Helfern, die im Vorfeld, während des Festivals und im Nachhinein tatkräftige Unterstützung geleistet haben
bulletund nicht zuletzt allen Besuchern und dem Publikum, das uns an diesen beiden Tagen die Ehre gegeben hat
Der Vorstand

 

Brücken bauen zwischen den Kulturen

Die Schoenen

16.09.2008

DORF IM BOHNENTAL Wege zu einer besseren Völkerverständigung - Unter diesem Motto veranstaltete der Rumänienhilfeverein „Pro Romania“ e.V. sein 1. Kulturfestival in Dorf im Bohnental.
Das war den Organisatoren des Vereins „Pro Romania“ e.V. im Vorfeld schon klar: ein solches Fest ist eine Gratwanderung zwischen der bloßen musikalisch-tänzerischen Unterhaltung und dem Anspruch, etwas Besonderes zu bieten.
Was am 16. und 17. August an der Alten Schule in Dorf im Bohnental dabei heraus kam, konnte sich sehen und hören lassen. Ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm begeisterte Jung und Alt.
Treffsicher eröffnete der Schirmherr des Kulturfestivals, Bürgermeister Armin Emanuel, beim Fassanstich die Veranstaltung. Die Besucher freuten sich über ein 20 Liter Freibier, das Getränke Leistenschneider, Schmelz, spendiert hatte.
Nach seinen Grußworten richtete gleichwohl der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Werner Becker, seine Dankes-Worte an all je ne, die durch ihre Spenden, Sachleistungen und Organisation zu diesem Fest beigetragen hatten. Auch Friedhelm Reiter, Ortsvorsteher in Dorf im Bohnental, würdigte in seiner Ansprache den Mut zu einer solchen Veranstaltung. Neben ihm hatten sich auch zahlreiche Ortsvorsteher der Nachbargemeinden eingefunden.
Pastor Jörg Heidmann, Vorsitzender der „Rumänienhilfe Ottweiler“, griff dann in einer bewegenden Rede das Motto dieser Veranstaltung auf und erklärte eindringlich die Notwendigkeit einer besseren Völkerverständigung in einer immer schneller zusammen wachsenden Welt. Schnell war danach dann eine Brücke gebaut zu den kulturellen Darbietungen dieses Tages. Exotisch ging es zu, als eine „Bauchtanzgruppe“ aus dem Bohnental ihre Hüften zu orientalischer Musik wippte. Ein Augenschmaus der besonderen Klasse!
Leider hatte die darauf folgende Gruppe „Audite“ aus Saarburg kurzfristig ihren Auftritt absagen müssen, aber Moderator Guido Geisen, der an beiden Tagen durch das Programm führte, schloss kurzerhand diese Lücke durch den Vortrag belustigender Kräutermärchen.
Lebhafter ging es anschließend weiter, als eine Russland-Deutsche Musikgruppe mit über zehn Musikern heimatliche und spirituelle Weisen darbot. Die nächste Brücke nach Spanien/Argentinien baute darauf die Flamenco-Gruppe „Las Rossos“, die mit feurigen Tänzen und heißen Rhythmen den Zuschauern einheizte.
Der Top-Act für diesen Abend folgte alsbald: „Haute Culture“ mit „Die Schoenen“ aus Saarbrücken. Fünf Musiker aus drei Nationen mit einem Ziel: den Chanson aufleben zu lassen. Auf ihre eigene Art und Weise gelang dies bei jedem ihrer Stücke und Front-Frau Anne Schoenen zeigte wieder einmal mehr, dass Chanson gelebte Musik ist. Ausdrucksstark, besonnen melancholisch, frivol und frech, hauchte sie Liedern von Knef, Piaf, Tell und Louisan ihre eigene Interpretation ein. Begleitet wurde sie von den Musikern Guido Allgaier (Gitarre), Jorg Jenner (Bass), Jean-Marie Bartz (Akkor deon) und Harald Rech (Schlagzeug). Ein Auftritt, der das Prädikat „Weltklasse“ zu Recht tragen darf.
Weiter ging es samstags mit einem Frühschoppen und einem Mittagessen, zubereitet von Eugen Dahlem und seinem Team. Am Nachmittag konnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen verschiedene DVD-Filmvorführungen über die kulturellen Reisen, die in den letzten Jahren vom Verein durchgeführt wurden, in der Alten Schule anschauen.
Am Nachmittag ging es weiter mit den Kulturbeiträgen. Das Akustik-Trio „Rotwein und Pimpinelle“ aus Saarbrücken spielte die schönsten Stücke bekannter Liedermacher, Chansons und alte, fast vergessene Volkslieder aus längst vergangenen Tagen. Ein Programm mit Herz und Hirn, zum lachen und weinen, zum zuhören und mitsingen.
Am Abend folgten „normal verrückte Lieder“ und „unglaubliche Erzählungen“ von Michael Riehm und Freunden sowie Guido Geisen (Lesungen). Michael Riehm (Gitarre) wurde begleitet von Chris Selzer (Gitarre) und Detlef Schäfer (Bass). Ein musikalischer Leckerbissen für all diejenigen, die das Geheimnis hinter den Dingen spüren und das Staunen über das Wunderbare allen Seins nicht verlernt haben. Auch Guido Geisen konnte mit seinen „unglaublichen Erzählungen“ das Publikum zum staunen und schmunzeln einladen. Als besonderer Höhepunkt war der musikalisch umrahmte Vortrag seines Gedichtes „Ein Traum“, bei dem ein jeder wahrhaft „mitträumen“ konnte.
Als letzter Top-Act dieses zweitägigen Kulturfestivals schloss Günther Böhm mit seiner Zirkusschule „HeckMeck“ aus Völklingen ab. In einer atemberaubenden Feuershow lies er den Zuschauern eine Gänsehaut nach der anderen den Rücken runter kriechen. Atemlose Stille bei seinem „Feuer-Schwertkampf“, aber auch beim jonglieren mit Feuer-Fackeln auf mannshohen Stelzen, brachte seine Truppe immer wieder ein Raunen in die Zuschauermenge.
Ein gelungenes Kulturfestival der wirklich besonderen Art. Der Erfolg dieser Veranstaltung zeigte den Machern wieder einmal mehr: es hat sich gelohnt Brücken zu bauen, hin zu einer besseren Völkerverständigung. Es wird sicher nicht das letzte Festival dieser Art im Bohnental gewesen sein.

 Artikel online lesen: www.wochenspiegel-saarland.de/index.php?id=152&doc=81067

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